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Vortrag: Dienstag, 20. Februar, Gemeindezentrum, 19.30 Uhr

Erica Ludolph: Judenretterin, Widerstands-Kämpferin, Weltbürgerin, Mäzenin

2022 ist Erica Ludolph im Alter von 101 Jahren im Marthahaus gestorben. Zu Lebzeiten wollte diese äußerst bescheidene Frau nicht, dass über ihren Einsatz für bedrohte Jüdinnen und Juden gesprochen wird, den sie schon als Konfirmandin im Jahr 1936 begann.

Nun, ein Jahr nach ihrem Tod, hat die Gedenkgruppe der Dreikönigsgemeinde im Gedenkgottesdienst am 28. Januar an ihren mutigen Widerstand gegen die Judenfeindschaft der nationalsozialistischen Diktatur erinnert.

Petra Bonavita und Dieter Maier, die Erica Ludolph kannten und inzwischen Einblick in ihre jüngst gefundenen Tagebücher erhielten, wollen uns an ihrer Aufarbeitung dieser Tagebücher dieser mutigen Frau teilhaben lassen.

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Im Holocaust-Gedenk-Gottesdienst am 28.01.2024 haben wir schon an Frau Ludolf erinnert: 

Wenn wir an den christlichen Widerstand gegen die Judenverfolgung in der Nazidiktatur denken, dann fallen uns sofort Namen ein wie Dietrich Bonhoeffer oder Sophie Scholl und ihre Mitstudenten der Weißen Rose, vielleicht auch Elisabeth Schmitz aus Hanau, die Schülerin der Sachsenhäuser Schillerschule war und sich später in Berlin vorbildlich für verfolgte Jüdinnen und Juden eingesetzt hat.

Den Namen Erika Ludolph aber hat wohl so gut wie niemand je gehört, obwohl diese mutige, aber zugleich äußerst bescheidene Widerstandskämpferin in den letzten Jahren in der Dreikönigsgemeinde, im Marthahaus, wohnte, und – solange es ihr noch möglich war – gern die Gottesdienste in der Dreikönigskirche besucht hat.

Im Alter von 101 Jahren ist Erika Ludolph vor einem Jahr am 29.12.2022 gestorben und wurde in ihrer Heimatstadt Hofheim am Taunus begraben.

Schon in Ihrer Konfirmandenzeit (damals wohnte sie in der Sachsenhäuser Holbeinstraße und wurde im April 1936 in der Lukaskirche konfirmiert) hatte sie begonnen, sich zusammen mit ihrer Mutter für bedrängte Jüdinnen und Juden einzusetzen. Sie scheute sich nicht, ihr eigenes Leben in Gefahr zu bringen, um bedrohte Menschen zu retten.

Im Gedenkgottesdienst am Sonntag, 28. Januar in der Dreikönigskirche, den die Gedenkgruppe der Dreikönigsgemeinde gemeinsam mit Konfirmandinnen und Konfirmanden gestalten wird, soll an das mutige Vorbild von Erika Ludolph erinnert werden.

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