Dreikönigsgemeinde

Angebote und Themen

Herzlich Willkommen! Entdecken Sie, welche Angebote der Dreikönigsgemeinde zu Ihnen passen. Über das Kontaktformular sind wir offen für Ihre Anregungen.

Was mache ich, wenn...
Menümobile menu

Jahreslosung 2018

gemeindebrief.de

Gott spricht: "Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst." Offenbarung 21,6

Foto: privat

Wasser umsonst. Das beeindruckt einen kaum in einem nasskalten Winter mit ständigen Regenfällen und Hochwassergefahr. Wer dagegen in südlichen Ländern unterwegs ist, weiß, wie wichtig es ist, genügend Wasser dabei zu haben. Bei Wanderungen im Heiligen Land etwa wird einem immer wieder gesagt: „Trinken Sie!“ Wasser ist kostbar. Für sehr viele Menschen ist der Zugang zu sauberem Wasser aber alles andere als selbstverständlich. Wasserknappheit ist für viele Menschen lebensbedrohlich. Etwa vier Milliarden Menschen sind gegenwärtig im Verlauf eines Jahres mindestens einen Monat lang von Wassermangel betroffen.

Vor diesem Hintergrund bekommt die Jahreslosung einen sehr anschaulichen Sinn. Es geht um das Leben. Um das, was das Leben ausmacht. Gott will dem lebensdurstigen Menschen lebendiges Wasser geben. Umsonst und ohne Vorbedingung.

So, wie Menschen Durst haben nach Wasser, so dürsten sie auch nach Leben. Nach Freude und Zufriedenheit in ihrem Leben, nach dem, was man sich gewöhnlich an Geburtstagen wünscht. Es gibt mehr als genug Gründe, weshalb dieses Gefühl der Freude am Leben beeinträchtigt werden kann: Menschliche Enttäuschungen, zerbrochene Beziehungen, unversöhnliche Schuldzuweisungen, Zukunftssorgen, Krankheiten, Ängste, politische Unsicherheit, das Gefühl, versagt zu haben und tausend andere Dinge.

Diese Gefühlslagen sind mit dem Durst vergleichbar, den ein Mensch auf einer Wüstenwanderung empfindet. Durst nach Leben, danach, dass endlich einmal alles wieder im Lot ist. Diesem Durst nach Leben begegnet Gott mit einer klaren Ansage: „Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.“ Ich will, sagt Gott. Ohne Vorbedingungen. Umsonst.

Diese Worte wurden ursprünglich Christen am Ende des 1. Jahrhunderts gesagt. Die Christen wurden damals bedrängt und waren den Zumutungen des römischen Kaiserkultes ausgesetzt, der ihren Glauben und ihr Leben bedrohte. In dem Buch der Offenbarung wurde ihnen eine großartige Vision von einem neuen Himmel und einer neuen Erde gegeben:

„Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde,… Gott wird abwischen alle Tränen, .. kein Leid und kein Geschrei noch Schmerz wird mehr sein…“

Das himmlische Jerusalem als Sehnsuchtsort für alle, die nach Leben dürsten.

Diese Vision beschreibt eine ganz und gar neue Dimension des Lebens, das Gott schafft jenseits unserer gegenwärtigen Existenz. Mit der Auferstehung Jesu hat er den Anfang gesetzt. Gott  schafft die neue Welt ohne unser Zutun, ohne unseren guten Willen und ohne unsere Fehler und unsere Unvollkommenheit. Gott wird es tun. So oder so. Umsonst. Ohne dass wir etwas dazu tun müssten oder auch nur könnten. Ohne dass es dazu einer neuen Politik oder eines neuen Zeitgeistes mit allen dazugehörigen Schattenseiten und Kompromissen bedürfte.  Umsonst!

Das Leben fließt-  einem lebendigen Strom gleich - mitten durch die Stadt, umsonst für jeden, den danach dürstet.

Dieser Fluss lebendigen Wassers fließt auch heute schon durch unser Leben. Vielleicht nur ein Rinnsal. Und oft nicht so rein, wie wir uns das wünschten, sondern vermischt mit Fehlern und Schuld und Zweifeln. Aber er fließt. Er fließt, wo Menschen Vertrauen haben. Wo sie den Glauben an die Macht der Liebe nicht verloren haben. Wo Menschen mit Demut und Gottvertrauen sich und ihre eigenen Möglichkeiten realistisch einschätzen und zugleich Gott zu-trauen, dass er ihr Leben und alles an ein gutes Ende führen wird.

Es gibt immer wieder Quellen des lebendigen Wassers. Im Glauben. Im Gebet. In der Gemeinschaft. In der Vergebung. In der Gewissheit, durch Jesus Christus in Gott geborgen zu sein. Quellen der Ermutigung, wenn es darum geht, das Richtige und Notwendige zu tun im neuen Jahr.

Pfarrer Thomas Sinning

Diese Seite:Download PDFDrucken

to top