Gemeindeblick

Editorial Juni und Juli 2026

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

ich liebe Kirchtürme. Wenn man auf ein Dorf zufährt, sieht man als erstes den Kirchturm wie einen Fingerzeig nach oben. Obwohl der Kirchturm der Dreikönigskirche von etlichen Wolkenkratzern der Frankfurter Skyline überragt wird, ist der Ausblick von oben in alle vier Himmelrichtungen beeindruckend. Und ich freue mich, dass noch vor den Bankentürmen und den Bürotürmen in Frankfurt Türme gebaut wurden, die keine Gewinnabsichten verfolgen, sondern die auf eine Wirklichkeit hinweisen, die alles Materielle übersteigt. Kirchtürme beherbergen Glocken, die zum Gebet einladen und zum Gottesdienst rufen und die schließlich auch das wunderbare Stadtgeläut bereichern.

Zur Dreikönigsgemeinde gehört ein weiterer Kirchturm, der tatsächlich alle noch so hohen Türme der Frankfurter Skyline überragt, weil er auf dem Sachsenhäuser Berg gebaut wurde und einen herrlichen Blick über die Stadt ermöglicht.

Wir nennen dieses Heft „Gemeindeblick“, mit dem Sie alle zwei Monate einen Blick auf das werfen dürfen, was sich in unserer Gemeinde ereignet.

Aber ich möchte darauf hinweisen, dass wir noch mit einem ganz anderen „Gemeinde-Blick“ beschenkt sind, nämlich mit dem herrlichen Blick von unseren beiden je besonderen Kirchtürmen.

Und falls Sie die Aufstiege scheuen, dann ist auch der Blick von unten am Kirchturm hinauf ein „Gemeinde-blick“, der uns helfen kann, einmal unseren viel zu oft nach unten gesenkten Blick zu erheben – weg von dem, was vor unseren Füßen liegt, von unserem Smartphone oder von unserem Arbeitstisch. Unsere Kirchtürme wollen uns aufblicken lassen zu einer Hoffnung, die das, was uns nach unten zieht, übersteigt.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie mit diesem oder jenem Gemeinde-Blick beschenkt werden

und grüße Sie herzlich

Ihre Pfarrerin

Gemeindeblickarchiv