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Dank an das Städel!

Max Beckmann in Frankfurt

Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de; CC BY-SA 4.0 Städel Museum, Frankfurt Max Beckmann.png

Der Maler Max Beckmann lebte von 1915 bis 1933 in Frankfurt-Sachsenhausen. In dieser Zeit hielt er etliche Frankfurter Ansichten in Bildern fest. Besonders gern malte er den Eisernen Steg und seine Umgebung.

eed.de; CCcreativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/d BY-SA 4.0 Städel Museum, Frankfurt

So 1925 auch dieses Bild. Beckmanns damalige Wohnung in der Schweizer Straße 3 war nur wenige hundert Meter entfernt.

Zu sehen ist das Sachsenhäuser Ufer mit der Dreikönigskirche vom Eisernen Steg aus (am unteren Bildrand das Brückengeländer). Direkt am Wasser gibt es einen großen Lagerplatz mit Schuppen und Halle. Sechs Bötchen liegen im Main. Das Ufer, der Lagerplatz, die Boote – alles ist menschenleer. Die Baumreihen sind recht klein, denn die Platanen (die zum größten Teil noch heute stehen) wurden erst 1920 gepflanzt. Rechts und links vom Kirchturm sind große Wolken gemalt, die – so vermerkt es das Städel in seiner Beschreibung – „dem Bild eine bedrohliche Atmosphäre“ verleihen. Doch stimmt das wirklich – setzen die Wolken nicht nur einen spannenden Akzent? Oder beziehen sie sich auf die schwarz-rot-goldene Fahne, die auf dem Mast vor dem Schuppen weht? Die Fahne scheint nur ein kleines Detail zu sein, aber in Beckmanns Bildern haben kleine Details oft eine große Bedeutung.

Dies ist kein typisches Beckmann-Bild. Es fehlen die sonst bei Beckmann häufigen unterschiedlichen Perspektiven, wechselnden Maßstabsverhältnisse und scheinbar schwankenden Schrägen. Wenn es den Lagerplatz in dieser Größe gegeben hat, dann ist dieses Bild eine realistische Darstellung der damaligen Szenerie.

Der Turm der Dreikönigskirche nimmt (wenn man die Spiegelung im Main hinzurechnet) über die Hälfte der Horizontalen des fast 70 cm hohen Bildes ein. Doch trotzdem spielt die Kirche nur eine Nebenrolle. Das Kirchenschiff ist fast nicht zu sehen. Das Bild heißt „Mainufer und Kirche“ und nicht „Kirche und Mainufer“ schon gar nicht „Dreikönigskirche am Mainufer“.

Max Beckmann war nicht der einzige bedeutende Maler, der eine Zeit lang in Frankfurt gelebt hat oder noch lebt (andere Malerinnen und Maler sind unter anderem Thomas Bayrle, Gustave Courbet, Hanna Bekker vom Rath, Peter Roehr, Maria Sibylla Merian oder Max Weinberg). Aber vielleicht war er der Einzige, der die Dreikönigskirche in mehreren seiner Werke verewigt hat.

Warum dürfen wir so ein Bild hier und auf der Titelseite überhaupt drucken? Das Städel Museum hat es unter einer sog. Creative-Commons-Lizenz zu einer Veröffentlichung unter bestimmten Randbedingungen freigegeben – das bedeuten die Zeichen wie CCBY-SA, die hier und bei anderen Bildern abgedruckt sind. Das ist nicht selbstverständlich! Daher: Dank an das Städel!

Dr. Rainer Linnemann

Lizenz: creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de; CC BY-SA 4.0 Städel Museum, Frankfurt

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