Editorial Dezember 2025 / Januar 2026

Liebe Leserinnen, liebe Leser,
obwohl ich die Abfolge des Kirchenjahres ziemlich genau kenne, kommt der 1. Advent für mich in jedem Jahr doch irgendwie überraschend: dieser plötzliche Übergang von den ernsten, traurigen Gedenktagen des Novembers hin zum mitreißenden Lied: „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“ mit seiner Aufforderung: „derhalben jauchzt, mit Freuden singt“.
Zugleich bin ich beeindruckt, wie sich im Kirchenjahr Phasen unseres persönlichen Lebens spiegeln: Die trüben Gedanken des Novembers gehören dazu, aber sie sollen unser Leben nicht dauerhaft bestimmen. Die erste Kerze auf dem Adventskranz lädt uns ein, nicht nur zurückzuschauen, sondern uns neu auf ein Licht auszurichten, das uns zu einer sehr tröstlichen Botschaft hinführt.
Mit dem 1. Advent beginnt ein neues Kirchenjahr, eine neue Zeit. Behutsam geschieht das: Vier Adventssonntage lang jeweils eine Kerze mehr. Und es wäre schade, sich um diese Zeit des Wartens und der Vorfreude zu bringen, indem man Weihnachten schon vor dem 24. Dezember zu feiern beginnt.
Mir ist es eine Freude, diese Abfolge des Kirchenjahres in einer Kirchengemeinde mitzuerleben und mitzufeiern. Und ich möchte Sie ermutigen, die vielfältigen Angebote wahrzunehmen, zu denen die Dreikönigsgemeinde in der Adventszeit einlädt: die Adventsgottesdienste, die wunderbare Adventsmusik, die allabendliche Einladung zum Lebendigen Adventskalender und so manches andere Angebot unserer Gemeinde, mit dem wir gemeinsam auf das Weihnachtsfest zugehen.
Ich wünsche Ihnen, dass Sie mit der letzten Strophe des Lieds „Macht hoch die Tür“, also mit der Bitte: „Komm, o mein Heiland Jesu Christ, meins Herzens Tür dir offen ist“, Ihr Herz öffnen können für die große Freude der Geburt Jesu Christi in dieser Welt und in Ihrem persönlichen Leben.
Ihre Pfarrerin
Silke Alves-Christe
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