Dreikönigsgemeinde

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Auge in Auge mit dem Dreikönigsgiggel

Wie weithin sichtbar, wird im nunmehr dritten Bauabschnitt derzeit der Kirchturm der Dreikönigskirche renoviert. Der Gerüstaufbau ist bemerkenswert und eines der aufwendigsten Baugerüste in ganz Frankfurt. Genaugenommen sind es sogar mehrere Gerüste: Die ersten 40 Meter reichen bis über den Balkon und die Uhr. Darüber stehen weitere 40 Meter bis zur Turmspitze hinauf. Um die Turmkugel, das Kreuz und den Wetterhahn abzunehmen, bedurfte es nun noch eines dritten Gerüsts, das nur für diesen Zweck kurzfristig errichtet wurde. Mitte Juni war es so weit: Im Beisein von allen verantwortlichen Gewerken, Stadt, Politik und Presse wurde das Turmkreuz demontiert und mit einem speziellen Autokran zu Boden gelassen. 

Auch unser Gemeindemitglied Peter Hofmann, der seit über 20 Jahren ehrenamtlich die baulichen Belange der Dreikönigskirche betreut und mit verantwortet, hat den Aufstieg auf 80 Meter Höhe nicht gescheut und war dabei als die Turmkugel geöffnet wurde und es zu den sensationellen Funden von zwei Zweitkapseln kam. 

Aus den Aufzeichnungen der Stadt Frankfurt weiß man, dass im August 1880, als das Turmkreuz gesetzt wurde, eine Stahlkassette mit Zeitdokumenten in luftiger Höhe hinterlassen wurde. Diese Kassette hing, nach mehr als 140 Jahren, noch immer unversehrt und fest verlötet in der Kugel. Doch im Dickicht der Spinnweben, die sich in der Turmkugel in all den Jahrzehnten angesammelt haben, fanden die Anwesenden noch weitere Gegenstände: Eine zweite Stahlkassette hatte die Jahrzehnte nicht ganz so unbeschadet überstanden. Sie war geöffnet und lag am Boden der Kugel. Was sie enthält, ist nur zu erahnen. Wahrscheinlich handelt es sich um eine Tageszeitung. Außerdem fanden sich noch drei Münzen zu 1, 2 und 5 Pfennig aus den Jahren 1875 und 1876. Ob sie vielleicht in alter Wunschbrunnen-Manier von den Arbeitern dort hinterlassen wurden und ob sich deren Wünsche wohl erfüllt haben? Noch geheimnisvoller erscheint ein weiterer Gegenstand, ein kleiner Flakon mit einer geheimnisvollen gelblichen Flüssigkeit. Was das wohl sein mag? Erste Vermutungen tippen auf Mainwasser oder unseren guten Sachsenhäuser Äbbelwoi.  

Die Funde wurden der Stadt Frankfurt übergeben, der als Eigentümerin der Dreikönigskirche, welche eine der acht Frankfurter Dotationskirchen ist, auch die entdeckten Objekte gehören. Aufgrund dieses Dotationsvertrages ist es auch die Stadt, die für die Kosten der Renovierung und des Erhalts der Dreikönigskirche aufkommt. Allein die Turmsanierung beläuft sich auf 3,2 Millionen Euro. Wir als Dreikönigsgemeinde sind der Stadt Frankfurt sehr dankbar für diese Investition.  

Peter Hofmann ließ es sich übrigens nicht nehmen, auch noch die allerhöchsten Stufen des Gerüsts zu erklimmen, um dem dreiköniglichen Wettergiggel ins Auge zu schauen, bevor auch dieser mithilfe des riesigen Krans zu Boden flatterte.

Herzlichen Dank, lieber Peter Hofmann, für all das Engagement und die sensationellen Fotos!

Bianca Mubiiki-Hörig

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